Blogparade Teilzeit

Aufruf zur Blogparade: Lasst uns Teilzeit-Geschichte(n) schreiben!

 

Eckdaten

  • Zeitraum: 22. Juli – 30. September // 10 Wochen
  • Thema: Teilzeit

Anfang 2020 hat mein Abenteuer Teilzeit als Führungskraft begonnen und diesen Blog habe ich unter anderem dafür ins Leben gerufen, um meine persönliche Lernkurve zu teilen (meine ersten Beiträge gibt’s hier). Auf meiner Reise habe ich viele tolle Menschen getroffen, die auch in Teilzeit arbeiten – jede Geschichte ist individuell und besonders. Teilzeit hat viele Gesichter, Perspektiven, Facetten und Motive.

Lasst uns diese sichtbar machen, zusammenstellen und teilen. Lasst uns Teilzeit-Geschichte(n) schreiben!

Impulse*

  • Warum arbeitest Du in Teilzeit? Welches Modell hast Du dafür gewählt und warum?
  • Wie hat Dein persönliches Umfeld, Dein Arbeitgeber, Deine Kollegen, Dein Team auf Deine Entscheidung reagiert? Wie gehen sie heute (in der Zwischenzeit) damit um? Begegnen Dir Vorurteile, Glaubenssätze?
  • Was machst Du an Deinen freien Tagen?
  • Was hat sich durch Teilzeit in Deinem Leben und bei Deiner Arbeit verändert? Was hast Du gelernt?
  • Hat sich Deine Perspektive auf das Thema Arbeit durch das neue Modell verändert – wenn ja, wie?
  • Was sind die Chancen, was die Herausforderungen?
  • Warum würdest Du Anderen Teilzeit empfehlen? Oder würdest Du eher davon abraten – und warum?

* können, aber müssen natürlich nicht verwendet werden 😉

Ablauf & Teilnahme

  • Deinen Beitrag zum Thema Teilzeit veröffentlichst Du auf Deinem Blog, bei LinkedIn oder anderen öffentlich zugänglichen Online-Plattformen – sehr gerne mit dem Verweis auf die Blogparade bzw. dem Link auf diese Seite. Dann schickst Du mir den Link per Email (m.belitza@web.de) und/oder verlinkst mich auf Twitter (@BXsuitcase) oder LinkedIn (www.linkedin.com/in/melanie-belitza) auf Deinen Post.
  • Die Links zu den Beiträgen sammel ich auf dieser Seite. Zudem werde ich sie in den Sozialen Medien teilen mit dem Ziel Teilzeit in aller Vielfalt und Vielschichtigkeit sichtbar(er) zu machen. Vielleicht können wir mit unseren Geschichten auch den einen oder anderen Anstoß geben über Wochenstunden, Arbeitszeit und -organisation (neu) nachzudenken?

#Hashtags

In den Sozialen Medien bitte die Hashtags #Blogparade und #Teilzeit verwenden. Der Aufruf zur Blogparade darf natürlich auch sehr gerne geteilt werden.

Beiträge der Blogparade

[Anmerkung zur Darstellung: Neuste Beiträge oben, thematische Kategorisierung folgt]
1/2 Führung: Geteilte Zeit ist Zeit für alle

Ist Teilzeitführung vielleicht auch eine Antwort auf die zunehmende Un-Attraktivität von Führungsjobs? Das fragt Britta Redmann (@brittaredmann1) in ihrem Beitrag. Dabei beschreibt sie, wie sich die Dynamik der Führungswelt auswirkt, warum Zeit neben Statussymbolen und Gehalt immer wichtiger wird und wie Bedürfnisse von Führungskräften mit reinspielen. Zudem zeigt sie Spielräume und benennt Zutaten sowie die dazugehörigen Haltungsfragen mit denen geteilte Zeit ein Gewinn für alle wird.

Die Einführung solcher Führungsteilzeit ist bereits jetzt schon sehr gut mithilfe von individuellen Vereinbarungen und der Ausschöpfung von gesetzlichen Modellen möglich. Hier ist weniger das Entwickeln des richtigen Zeitkonzeptes das Problem, als eher eine positive Einstellung zur Vorgehensweise zu haben sowie den Mut und die Konsequenz das passende Modell zu leben.

Arbeits(zeit)modellierung – „Freitags ist sie nie da“

Doppeltes Gehalt, keine Zeit: Warum Sonja Stadje sich gemeinsam mit ihrem Partner Jörg für Teilzeit entschieden hat, welche Reaktionen sie darauf erlebt hat und was sie sich als Stufe Zwei ihrer Arbeitsmodellierung wünscht, darüber schreibt sie in ihrem Beitrag.

Teilzeit wird scheinbar (ich will jetzt nicht sagen, insbesondere bei älteren und männlichen Arbeitnehmern, deren Frauen „höchstens Teilzeit“ arbeiten, tue es aber doch ;-)) oftmals gleichgesetzt mit fehlendem Ehrgeiz und gilt als das Gegenteil von „der richtigen Arbeit“ und damit von beruflichen Ambitionen, als reine Notlösung für Eltern (welcher Elternteil dann überwiegend Teilzeit arbeitet, ist auch bekannt…) und so weiter.

Mehr Freiheit * Mehr Freizeit

Angestellt, Freiberuflich, Vollzeit, Teilzeit – Johannes Mairhofer (@photonity) mischt die Modelle und hat so für sich eine ideale Lösung entwickelt. Was dahinter steckt, erzählt er in seinem Beitrag.

Aus der Sicht des Freiberuflers ist eine Festanstellung also erst mal eine Einschränkung in der Freiheit. In meinem Fall bringt mir die neue Teilzeit-Anstellung allerdings mehr Freiheit als ich davor hatte.

 
Lasst uns über Arbeitszeit reden

In Vollzeit hat Miriam Lerch (@miriam_lerch) noch nie gearbeitet. Wie das in der Praxis aussieht und warum Teilzeit „voll“ gewürdigt werden sollte bzw. wie das aussehen könnte, führt sie in ihrem Beitrag aus.

Verbunden mit der Tatsache, dass Teilzeitmitarbeiter meistens produktiver, engagierter und (zumindest mental) mehr arbeiten als die vertraglich vereinbarten Stunden, plädiere ich dafür endlich öffentlich zu diskutieren, ob das alte Teilzeit-Vollzeit-Modell überhaupt noch zeitgemäß ist.

Das Vollzeitarbeitsmodell hat ausgedient

Warum sie selbst die Verantwortung für sich und ihre Arbeitswelt übernommen hat und weshalb Teilzeit am Ende die logische Konsequenz war – darüber schreibt Katharina Nolden (@NoldenKatharina). Dabei zieht sie ein Fazit unter ihre ersten vier Wochen in Teilzeit und macht deutlich, was sie sich von zukünftigen Arbeitsmodellen erhofft.

Ich hoffe sehr darauf, dass Vollzeit arbeiten zukünftig irgendwann mal heißen wird, dass alles besser vereinbar ist: die zu erledigende Arbeit, persönliche Entwicklung, gesellschaftliches Engagement und Familie. Ich hoffe auch, dass es einen anderen Begriff als Vollzeit geben wird, denn hier liegt immer noch der Fokus auf Zeit und nicht auf Ergebnis, Innovation und Nachhaltigkeit.

Lernzeit durch Teilzeit

Welche Aspekte verdienen einen „Teil“ unserer Zeit, fragt Constanze Zeller (@zukunftsherz) in ihrem Beitrag. Dabei zeigt sie, wie sie Teilzeit und lebenslanges Lernen verbindet und warum das ein Privileg ist.

Ob Pferd, Kind, Weiterbildung oder Sabbatical – Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter langfristig binden möchten, sind gut beraten, mit verschiedenen Lebenswünschen und -entwürfen wohlwollend und kreativ umzugehen. Glücklicherweise scheint die Aufgeschlossenheit hierfür zu wachsen – und ich wünsche mir, dass dies nicht nur aus der Notwendigkeit des Fachkräftemangels heraus, sondern aus Wertschätzung geschieht.

Teilzeit. Vollzeit. Bitte?

Als Vollzeit-Angestellter aber auch Teilzeit-Tätiger beschäftigt sich Lucas Söker (@lucassoeker) mit Fragen zur Arbeits- und Lebenszeit. Dabei endet er, nicht zuletzt verstärkt durch Corona, bei Punkten für die er dankbar ist.

Was ich also Menschen empfehlen kann? Weder Voll- noch Teilzeit. Ich kann aus eigener Erfahrung empfehlen das zu tun was man gerne tut und was zu einem selbst passt. Vollzeit, Teilzeit, geregelte Arbeitszeiten, flexible Arbeitszeiten. Sucht das Modell das zu euch passt. Und macht was euch Freude bereitet.

Meine Art zu Arbeiten

Wie er sein Leben und Arbeiten verzahnt sowie welche Rolle Teilzeit und mobiles Arbeiten dabei spielen teilt Steffen Obermann (@Steffengoe) in seinem Beitrag. Dabei macht er auch deutlich, dass sein Model „Luxus“ ist und klare Rahmenbedingungen braucht, die auf Grund der Corona-Zeit nochmal erweitert wurden.

Mir ist es wichtig, hier über Rahmenbedingungen zu sprechen. Denn nicht jeder kann so sein Leben gestalten, selbst wenn er oder sie möchte. Und dass ich das kann, ist für mich ein Luxus, der nur funktioniert, weil alle Rahmenbedingungen so ineinander spielen.

Perspektive Vaterwelten

Heiner Fischer (@vaterwelten) ist einen mutigen Weg gegangen, um seine Vorstellung von aktiver Vaterschaft leben zu können. Was er dadurch gewonnen hat, wie er sein Leben heute gestaltet und warum er sich in unserer Gesellschaft mehr Männer in Teilzeit wünscht, erzählt er in seinem Beitrag.

Wir sind meilenweit von gleichberechtigter Teilhabe in Familie und Beruf entfernt! Es braucht mehr Väter, die in Teilzeit arbeiten, um mehr Zeit für Familie und Partnerschaft zu haben. Und für sich. Und überhaupt.

4-Tage-Woche und Remote Work

Frank Glanert (@frankys_blog) beschreibt, wie er die 4-Tage-Woche in der Zeit von Remote Work erlebt hat und welche Herausforderungen und Veränderungen ihm dabei begegnet sind.  

Ich habe auch schon vor Corona an verschiedenen Orten und eben auch von zu Hause aus gearbeitet. Auch so etwas, das ich für völlig normal und natürlich halte, das aber nicht immer und überall auf Akzeptanz trifft. Homeoffice und Teilzeit klingt für viele nach „Ferien auf dem Bauernhof“ und dass man auch remote und z.B. bis in die Abendstunden sehr produktiv sein kann, stellen viele erst heute fest.

Teilzeit ist kein attraktives Arbeitsmodell!

@doppeltspitze zeigen, was Teilzeit auch sein kann: Zeit zu teilen in einem ganz besonderen Jobsharingmodell, denn klassische Teilzeit ist für sie kein attraktives Arbeitsmodell.  

Wir sind (anders als es der Titel vielleicht vermuten lässt) NICHT gegen Teilzeit, aber gegen Zeit als Leistungsmesser. Dafür gibt es noch keine pauschalen, vor allem keine einfachen Alternativmodelle. Aber das ist für uns eine zentrale Aufgabe für Organisationen und Führung der und in der Zukunft: hier individuelle, faire, transparente Lösungen zu kreieren und zu etablieren. 

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