Auf der Suche,  Lernen,  Methode,  Networking,  Wachstum

Lernen und Wachsen mit Working out Loud

Spieleabende und Mittagessensrunden, Barcamps und Meetups sowie zwischendrin ein Lean Coffee Format – alles virtuell, mit bekannten aber auch immer mit neuen Gesichtern und gerade zu Anfang der #StayHome-Zeit, nahezu dicht an dicht in meinem Kalender… In Zeiten, in denen die Welt still steht und Physical Distancing* angesagt ist ein großes Geschenk, für das ich sehr, sehr dankbar bin. Noch vor einem halben Jahr hätte meine Welt in der aktuellen Situation noch ganz anders ausgesehen! Warum ich das Working Out Loud (WOL) zu verdanken habe und was ich bei meinem ersten Circle noch gelernt habe, möchte ich hier teilen.

Perfekte(r) Reisebegleiter

WOL trat zusammen mit den Schlagworten New Work und Lebenslanges Lernen in mein Leben – an einem Punkt, an dem ich maximal frustriert und ziemlich eingefahren war. Um meinem Backlog voller Bücher, Podcasts und Artikel mehr Zeit widmen zu können und um damit Lernen und meinen persönlichen Herzensthemen mehr Raum geben zu können, habe ich – nach selbstkritischem Machbarkeits-Check und dank des Einverständnisses meines Arbeitsgebers – mein Experiment Teilzeit als Führungskraft gestartet (mehr dazu hier).

Mit dieser Entscheidung begann Mitte 2019 eine wunderbare Reise: zurück zu meinem kreativen Ich und durch den Dschungel der Möglichkeiten – auf einer spannenden Entdeckungstour, was hinter den genannten Schlagwörtern steckt. So stürzte ich mich voller Begeisterung und Wissbegierde auf meinen wachsenden Lern-Backlog und startete mit den neuen Impulsen und Perspektiven zu experimentieren… Auf dieser Reise war WOL, in Form meines ersten Circles, der beste Reisebegleiter, den ich mir wünschen konnte.

Dank WOL traf ich auf fünf tolle Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können und so den Circle durch ihre verschiedenen Blickwinkel und Erfahrungen total bereicherten. Es wurde schnell sehr persönlich und so entwickelte sich auch bald ein vertrauensvoller, gemeinsamer Raum für uns. Ich bin euch – Karoline Weber, Lisa Hofer, Nicole Mast, Roland Meyer und Yessica Abel – so wahnsinnig dankbar für eure Großzügigkeit, eure unterschiedlichen Perspektiven, eure Unterstützung, euer Mut-machen und euer Feiern meiner Fortschritte. Ihr wart der Booster auf den ersten Stationen meiner Reise!

Neben dem Inhaltlichen zu meinem definierten Lernziel (New Work in verschiedenen Facetten und anhand von Best Practices kennenzulernen) habe ich auch gelernt selbstorganisiert zu Lernen:
  • Wenn Du etwas lernen willst: erstelle eine „Beziehungsliste“ und „folge dem Wissen“.
  • Verstecke Dich nicht hinter Ausreden, wenn Du etwas lernen willst: reserviere Dir Zeit dafür und tracke Deine Fortschritte.
  • #sharingiscaring – aber dazu gleich mehr.

Sowie etwas über mich selbst: Ich kann mutig! Und ich kann „sichtbar“ – einfach trauen und dann üben, üben, üben!

Das größte WOL-Geschenk: Starthilfe zum Digitalen Netzwerken…

Doch das Allerbeste, was WOL in mein Leben gebracht hat ist das, was mir jeden Tag aufs Neue wirklich weiterhilft: mein wachsendes, digitales Netzwerk! WOL hat mich nicht nur zu LinkedIn, sondern auch zu Twitter geführt (mehr dazu gibt’s hier: Sichtbarkeit ist (auch nur) eine Mutprobe und New in Twitter-Town), wo ich in sechs aktiven Monaten Teil einer tollen Community werden durfte, so viele Infos und Input bekomme und mit der Welt da draußen verbunden bin.

Und gerade im Moment, zu #StayHome-Zeiten, ist das unglaublich viel wert. Vor WOL hätte mein Netzwerk am Ende meines Adressbuchs geendet. Klar hätte man auch mal ein digitales Feierabend-Bierchen getrunken oder gemeinsam in einer Videokonferenz gefrühstückt. Aber die heutige virtuelle Vielfalt verdanke ich meiner neu gewonnenen Community. Und so darf ich bei Spieleabenden Tränen lachen, in Mittagessensrunden viel Neues dazu lernen, mich in Arbeitskreisen austauschen und auch weiterhin an Barcamps und Meetups teilnehmen, die mich weiter vernetzen und meinen Horizont erweitern. Übrigens hätte ich auch vom #WirVsVirusHack (mehr dazu hier) ohne Twitter nie erfahren – ein Hackathon, eine Erfahrung – etwas, das ich um keinen Preis hätte verpassen wollen.

All das Handwerkszeug für den Start im Digitalen Netzwerken, habe ich im Laufe meines WOL-Circles gelernt: #sharingiscaring bzw. wie ich Beiträge mit Mehrwert anbiete, in Interaktion gehe sowie Austausch fördern kann und wie ich Menschen finde, die meine Interessen teilen bzw. wie ich mich mit ihren vernetzen kann. So habe ich auch meinen eigenen „Limonadenstand“ ins Leben gerufen, um Anderen den Start bei Twitter zu erleichtern – der war nämlich gar nicht so easy, wie es klingt: mehr unter #TwitterNewbie.

…und der zum Leben erweckte Teenie-Traum

Schnell habe ich gemerkt, dass ich Beiträge nicht sinnvoll in einem Twitter-Tweet anbieten kann – dazu sind es einfach zu wenige Zeichen. Auf meiner Reise kam noch hinzu, dass ich für mich erkannt habe, wie Schreiben mir beim Reflektieren und Lernen hilft. Und so habe ich meinen Teenie-Traum vom Schreiben (mehr dazu hier) wieder ausgegraben und diesen Blog ins Leben gerufen – allen WordPress-Herausforderungen zum Trotz!

Wäre das auch ohne WOL eines Tages passiert? Vielleicht! Aber ich habe diesen Blog jetzt gebraucht – als Teil meiner eigenen Lernreise! Und während ich an diesem Beitrag schreibe, merke ich, wie dieser nahezu zugepflastert ist mit Links zu weiteren Learnings und Erkenntnissen, die ich Dank WOL teilen konnte…

Many thanks

This post about WOL is in German, as this is the chosen language for my blog in general :-). But I would like to switch for this part to English. Many thanks to John Stepper for Working Out Loud – it helped me very much on my way and in current times. And as I wrote already in an earlier post: many thanks to Katharina Krentz for the idea to join a WOL circle and all her support in encouraging me to become visible with my topics. As well as thanks again to Holger Gelhausen and Sebastian Kolberg, who introduced me to WOL at the Meetup in Cologne #WOL0221.

And of course, big thanks to my „circle mates“: Karoline Weber, Lisa Hofer, Nicole Mast, Roland Meyer and Yessica Abel – we were a great team and I would say we really rocked it!

Mehr zu Working Out Loud:

 
 
* Hier stand zur Veröffentlichung des Beitrags „Social Distancing“ – ein Wording, das sich über die #StayHome-Zeit in seiner Bedeutung verändert hat und daher von mir auch hier durch „Physical Distancing“ ersetzt wurde 🙂

Bild von J Garget auf Pixabay