#TwitterNewbie,  Lernen,  Networking,  Wachstum

New in Twitter-Town…

Thx to #WOL #TwitterNewbie – die ersten Worte meiner Twitter Biografie. Dahinter stecken jede Menge Learnings, die vermutlich viele Social Media-, und vielleicht auch WOL-, Starter kennen. Denn nach meiner Entscheidung Twitter auszuprobieren stand ich vor einem Tor, das einfach nicht aufgehen wollte: Wem soll ich folgen – wen kenne ich hier überhaupt? Was soll ich bloß Twittern – ist mein Leben nicht viel zu unspektakulär für spannende Beiträge? Wie funktioniert dieser Kosmos hier? #Hashtags, @mentions, Listen, whaaat? Und warum folgt mir niemand – bin ich etwa tatsächlich langweilig? Lustigerweise dennoch eng verbunden mit dem konträren Oh-mein-Gott-ich-bin-sichtbar-Gefühl: „Wieso sieht mich bloß keiner?“ trifft auf „Hoffentlich sieht mich keiner!“

Lost in Twitter-Town!

Dennoch wild entschlossen begann ich meine ersten, unsicheren Schritte im digitalen Netzwerken. Und das in diesem mir unbekannten und nicht intuitiv zu bedienenden Tool, das (bis auf zwei Ausnahmen) keiner in meinem direkten Umfeld aktiv nutzt…

Dennoch habe ich relativ schnell Menschen gefunden, denen ich folgen möchte. Deren Arbeit und Sichtweisen, Erfahrungen und Beiträge mich begeistern, ermutigen und inspirieren – von ihnen will ich lernen! Gefunden habe ich sie vor allem über ihre hohe Sichtbarkeit und Online-Präsenz zu ihren Themen. Doch diese Menschen sind natürlich auf einem ganz anderen Level unterwegs als ich, #TwitterNewbie: mehrfach täglich neue Tweets, hohe Followerzahlen, zahlreiche Veröffentlichungen, Reden, gewonnene Preise,… So freue ich mich auf der einen Seite total von ihnen lernen zu dürfen, ihre Botschaften bestärken mich, ich like was das Zeug hält… Doch daneben verblasste meine eigene Welt. Langweilig bestätigt! Vorbilder sind wichtig – unbestritten, aber mich persönlich schüchterte es in den ersten Wochen ziemlich ein, mich mit meinen Themen zu oder neben „die Großen“ zu stellen.

Das war allerdings auch irgendwie eine perfekte Entschuldigung. Hinter ihr konnte ich zu Beginn meine konträren Gefühle verstecken, denn sichtbar sein war erstmal furchtbar furchteinflößend. Spannend bei der Mutprobe Sichtbarkeit ist nämlich dieser Gegensatz: gesehen werden wollen und dann erschrecken, wenn’s passiert. Auch das macht den digitalen Netzwerk-Start nicht einfacher und ist der perfekte Nährboden für weitere Zweifel, ob man hier richtig ist.

Dazu kamen die Tool-Eigenheiten und meine fehlende Erfahrung Beiträge zu teilen – für meine Ersten hat sich quasi niemand wirklich interessiert. Einer wurde sogar mit ironischem Kommentar geretweetet – ich hatte immer wieder das Gefühl, ich habe irgendwas nicht verstanden, war völlig lost in dieser neuen Welt… Und kurz davor zurück durch das Tor zu laufen und diese Stadt hinter mir zu lassen.

Ein Hoch auf die Communities und Initiativen!

Doch zum Glück gibt’s die @Wolicorns. Dank ihrer schönen Idee eines Adventskalenders kam ich in den ersten richtigen Austausch auf Twitter und ich konnte zum ersten Mal erkennen, dass etwas in die Richtung digitalen Netzwerkens passierte. An dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank für diese tolle Aktion – die hat mich in meinen holprigen Gehversuchen wirklich unterstützt!

Auch Mareike Lükens großartige Initiative #TwitterTeamNRW mit einem persönlichen Treffen zum Thema New Leadership war ein Booster. Neben den spannenden Diskussionen habe ich auf diesem gelungenen Networking-Abend viele tolle Twitter-User kennengelernt. So schön, dass es TTNRW gibt! Vielen Dank.

Dank den WOL Circle Guides wurden auch meine Online-Profile aussagekräftiger: die Twitter-Bio wurde ergänzt, bei LinkedIn der Info-Text. Davor hatte ich meine Themen auf den Punkt gebracht – hier ein großes Dankeschön an Katharina Krentz für die Ermutigung und die Tipps. So konnte ich meine Beiträge zielgerichteter auf meine Themen abstimmen, Inhalte konkretisieren und auch die Interaktion stieg. Weitere Vernetzungsmöglichkeiten ergaben sich nach Meetups, Online Sessions wie zum Beispiel von @NetzAndWork, meinem allerersten Twitter-Chat von @CLchatDE und durch das Kommentieren von Beiträgen. Vielen Dank auch für diese Events!

So würde ich nun, nach gut vier aktiven Monaten, behaupten: ich bin irgendwie angekommen, müsste gegebenfalls langsam das #TwitterNewbie aus meiner Bio entfernen. Ich freue mich über mein wachsendes Netzwerk, die Beiträge der Menschen, denen ich folge und die steigende Intensität vieler Beziehungen. Doch gefühlt war es ein holpriger Weg hierhin und wie weit ich ohne Teilnahme an den On- und Offline-Events wäre, weiß ich nicht. Daher stellt sich mir eine Frage…   

Wie kann man Twitter Newbies und digitalen Netzwerk-Neulingen den Start erleichtern?

Inspiriert hat mich dazu der Limonadenstand in WOL Woche 11 (für alle Nicht-WOLies: es geht darum, sich darüber Gedanken zu machen den Menschen seines Netzwerks etwas anzubieten, das unterstützt und verbindet). Zudem haben wir in unserem Circle immer wieder diskutiert, wie man mit Twitter warm wird, es nutzen kann und eben dort durchstartet…

Was mich persönlich unterstützt hätte wäre

  • gesammeltes Wissen über das Tool, Tipps und Tricks in der Nutzung. Was sind die Basics, die ein User können und kennen sollte? Hier gibt es vermutlich schon jede Menge an verschiedenen Stellen…
  • Jemand der sagen könnte, wie man andere Newbies und die „kleinen“ Accounts findet.
  • eine Austauschmöglichkeit, wo sich Twitter Newbies vernetzen und darüber austauschen können, was funktioniert und was nicht. Also sich gegenseitig dabei unterstützen sich bei Twitter einzuleben.

Mir haben, wie schon beschrieben, verschiedene Communities, Initiativen und die Menschen dahinter geholfen. Jede Einladung zum Austausch, jeder Like oder unterstützender Link (hier nochmal ein Dankeschön an @ewingo13!) hat mir weitergeholfen, mich ermutigt doch erstmal dabei zu bleiben und Twitter-Town nicht sofort wieder zu verlassen. Nicht zu vergessen der aufregende Moment meines ersten #FF (Danke auch hierfür, liebe Mareike!).

Twitter ist ein großartiges Tool und es gibt so viele großartige Menschen, die es noch nicht nutzen oder vielleicht auch noch in den Kinderschuhen stecken? Wie schade wäre es, wenn sie aufgeben würden, weil sie sich in Twitter-Town einfach nicht zurechtfinden oder sich nicht gegenseitig finden? Ich bin zwar selbst noch lange nicht am Ende meiner Twitter Learnings angekommen, aber ich würde Anderen in derselben Situation so gerne den Einstieg erleichtern.

Doch was ist die richtige Form dafür?

  • Regelmäßige Online Meetups?
  • Patenschaften?
  • Gruppe auf LinkedIn oder Facebook?
  • Twitter-Account mit „Vernetzungssupport“ oder nutzbar als öffentliche Pinnwand („Hi, I am new in town!“)

Was denkt ihr?

Stiftet diese Idee einen Mehrwert? Oder habe ich es mir einfach nur ein bisschen kompliziert gemacht und eigentlich gibt es da keinen Bedarf? Vielleicht gibt es sowas oder etwas in der Art schon und ich kenne es nur nicht? Habt ihr Ergänzungen? Wünsche? Anmerkungen? Gibt’s vielleicht sogar Jemanden, der Lust hat mitzumachen?

Ich freue mich über jedes Feedback und jeden Gedanken dazu.